Filmpreise im Allgemeinen

Egal, ob für Schauspieler, Regisseure oder Drehbuchautoren – ein Filmpreis ist der krönende Abschluss monatelanger Arbeit. Hierbei werden in die unterschiedlichsten Kategorien gewürdigt. Die Auszeichnungen werden entweder auf Filmfestivals oder direkt von der Filmindustrie verliehen.

Der Oscar:

Der bekannteste und wohl auch begehrteste Filmpreis ist der Oscar, offiziell der Academy Award, der in diesem Jahr zum 82. Mal verliehen wurde. Vor der Verleihung werden durch die Mitglieder der Akademie die fünf Nominierten der jeweiligen Kategorien gewählt und durch den Präsidenten verkündet. Zudem werden jährlich noch maximal zwei Ehrenpreise ohne vorherige Nominierung vergeben.

Wurde die Oscarverleihung anfangs noch vom Präsidenten der Akademie moderiert, führt seit den 80er Jahren jährlich ein Moderator durch das Hauptprogramm. Zudem halten zahlreiche Co-Hosts die Laudatio auf die jeweiligen Kategorien. Rekordhalter in Sachen Moderation ist Bob Hope. Er führte bereits 17 Mal durch das Abendprogramm. In all den Jahren gab es nur zwei weibliche Moderatorinnen – Ellen DeGeneres und Whoopi Goldberg. Letztere erwies dem Publikum in den letzten 22 Jahren viermal die Ehre.

Filmpreise auf Filmfestspielen

Die Filmpreise, die bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes verliehen werden, gehören weltweit zu den bekanntesten Verleihungen in der Rubrik Filmpreise der Filmfestivals. Die Filmfestspiele finden seit mittlerweile 65 Jahren in Cannes statt. Hier verleiht eine jährlich neu zusammengesetzte Jury, meist aus internationalen Filmschaffenden bestehend, die Preise in den unterschiedlichsten Kategorien. Wie bei den Oscarverleihungen ist auch hier die Kategorie „Bester Film“ die wichtigste und wird mit der „Goldenen Palme“ honoriert. Abgesehen von den Academy Awards gibt es auch andernorts Preisverleihungen für mediale Werke. Im Internet werden beispielsweise in einem Jahr viele bekannte Spiele oder auch kleine Online Spiele wie Kultan mit einem Preis ausgezeichnet. Doch zurück zu Filmen:

Das seit 60 Jahren stattfindende Filmfestival „Berlinale“, offiziell „Internationale Filmfestspiele Berlin“, gehört neben Den Filmfestspielen von Cannes zu einem der bedeutendsten. Für das Jahr 2011 wurde die Italienerin Isabella Rossellini zur Jury-Präsidentin ernannt.

Der beste Film wird hier mit dem wichtigsten Preis – dem „Goldenen Bären“ – ausgezeichnet. Bei der Berlinale kann dies ein Spiel- sowie ein Kurzfilm sein. Zudem gibt es weitere Preise in unzähligen Kategorien, zum Beispiel den FIPRESCI-Preis oder den Shooting-Star-Award.

Neben all den Filmpreisen, mit denen die Arbeit von Darstellen, Regisseuren, etc. gelobt wird, gibt es aber auch Filmpreise, die das genaue Gegenteil ausdrücken sollen. Zu dieser Kategorie gehört auch die seit 1981 vergebene „Goldene Himbeere“, welche auch manchmal als Gegen-Oscar bezeichnet wird. Der Filmpreis wird am Vorabend der Oscarverleihung vergeben und zeichnet die schlechteste Leistung der Filmbranche des vergangenen Jahres aus. In den seltensten Fällen holt der „Gewinner“ seinen Preis persönlich ab. Bis heute taten dies lediglich sechs „Gewinner“, unter anderem Sandra Bullock, die 2010 erst mit der „Goldenen Himbeere“ und am Folgeabend mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.